Die Kamera
Ganz nah dran oder weit weg? Von oben oder von unten? Entdecke, wie dein Blick auf eine Figur die Geschichte verändert.
Wie sieht Mut aus?EIN FILMABENTEUER FÜR 8–12-JÄHRIGE
Die Filmgefühle sind weg! Tritt mitten in die Geschichte und finde heraus: Welches Licht macht Mut? Welche Musik macht Gänsehaut? Du entscheidest!
Ein erster Einblick in mein Masterprojekt · Jessica Petz

DIE VERSCHWUNDENEN FILMGEFÜHLE
Ein mystisches Filmabenteuer in fünf Szenen.
Mitten in einer Kinovorstellung wird es seltsam still. Niemand lacht. Niemand hält den Atem an. Die Bilder laufen weiter – aber sie berühren niemanden mehr.
Die kleine Zauberlaterne entdeckt einen Riss in der Leinwand. Dahinter liegt das Archiv der Stille. Sein Hüter hat alles aus den Filmen geschnitten, was weh tun könnte: Angst, Wut, Traurigkeit. Doch mit ihnen sind auch Staunen und Freude verschwunden.
Gemeinsam mit dir sucht die Laterne die fünf Stücke einer zerschnittenen Filmrolle. Eine Spur führt zur nächsten – vom Wald über Stadt und Schloss ans Meer und zurück zum Hüter. Du entscheidest, wie diese Welten aussehen und klingen – und was ihre Geschichten in dir auslösen.
Nicht jede Geschichte muss sich gut anfühlen,
um uns gutzutun.
DU BIST MITTEN IM FILM!
Fünf Filmschnipsel fehlen – ohne sie bleiben die Filme ohne Gefühle. Die Laterne nimmt ihren Mut zusammen und wagt sich allein in den Wald. Ein Ast versperrt den Weg, ein Bach muss überquert werden – und immer wieder raschelt es im Dunkeln. Wer steckt dahinter? Die Auflösung wartet am Ende dieses ersten Kapitels. Wähle zuerst Licht, Kamera und Musik. Dann läuft deine Version der Geschichte mit zwei Stimmen, Musik, Geräuschen und Dialogtexten. Während der Vorführung bleiben deine Entscheidungen fest.
✦ Deine Maus ist ein kleiner Lichtfunke. Er begleitet dich durch die Filmwelt! Auf dem Handy bedienst du alles wie gewohnt.
Klick ins Bild oder Leertaste: Pause / Weiter.
1. Licht wählen. 2. Kamera wählen. 3. Musik wählen. Dann: Film ab!
DU ENTSCHEIDEST
Verändere den Wald direkt neben dem Bild. Es gibt keine einzig richtige Stimmung – welche Geschichte möchtest du erzählen?
VORBEREITUNG · WÄHLE DEINE FILMTRICKS
Alles steht still, während du deine Szene vorbereitest. Nach dem Start sind die Einstellungen bis zum Ende gesperrt.
Früher Konzeptausschnitt aus Szene 1 von 5, mit zwei KI-Sprechstimmen, Musik, Geräuschen und Dialogtexten. Kein fertiges Spiel und kein Unity-Mitschnitt. Die weitere Ausarbeitung und Umsetzung ist Teil meiner eigenen Masterarbeit. KI-Sprechstimmen: Kerstin (Laterne) und Heidi (Mumbo Jumbo, Schweizer Stimme), erstellt mit Narakeet für diese persönliche Projektvorschau.
DEINE FILMTRICKS
Drei filmische Mittel.
Unendlich viele Geschichten.
Ganz nah dran oder weit weg? Von oben oder von unten? Entdecke, wie dein Blick auf eine Figur die Geschichte verändert.
Wie sieht Mut aus?Ein warmer Schein, ein langer Schatten, ein geheimnisvolles Blau. Verwandle deine Kulisse mit einem neuen Licht.
Wann wird ein Wald unheimlich?Fröhliche Klänge oder ein leises Grollen? Probiere aus, wie Musik und Geräusche die gleiche Szene ganz anders erzählen.
Kannst du Spannung hören?EINE GESCHICHTE. FÜNF KAPITEL.
In einer Nacht, in der kein Film mehr jemanden berührt, findet die kleine Zauberlaterne eine zerschnittene Filmrolle. Fünf Stücke fehlen. Nur zusammen können sie die letzte Geschichte im Archiv wieder erzählen.
Der Hüter hat die Rolle nicht aus Bosheit zerschnitten. Er wollte eine schmerzliche Erinnerung loswerden. Doch wer nichts mehr verlieren will, kann irgendwann auch nichts mehr lieben.
Hier ist nur Kapitel 1 als früher Ausschnitt mit vier Schauplätzen erlebbar. Die folgenden Kapitel sind ein zusammenhängender Erzählentwurf für die weitere Masterarbeit.
Die Laterne tritt allein durch einen Riss in der Kinoleinwand und steht in einem Wald ohne Echo. Als es zwischen den Bäumen raschelt, fürchtet sie ein Ungeheuer. Trotzdem springt sie über einen Ast, überquert den Bach und folgt dem Geräusch bis zu einer alten Wurzel. Erst dort entdeckt sie Mumbo Jumbo: Er hat sich versteckt, weil er die Laterne für ein Gespenst hielt! «Ein Gespenst? Mit meinen kurzen Beinen?», fragt sie erleichtert. Beide müssen lachen: Sie haben sich voreinander gefürchtet. Zu zweit wagen sie den letzten Schritt ins Dunkle. Die Wurzel gibt den ersten Filmschnipsel frei: Grusel. Angst muss nicht verschwinden, damit wir mutig sein können. Auf der Rückseite erscheinen eine Adresse und ein roter Papierflieger. Mumbo Jumbo erkennt seine Stadt – dorthin führt ihr gemeinsamer Weg im zweiten Kapitel.
Den Anfang selbst gestalten ↗Mumbo Jumbo führt die Laterne zu der Adresse: zwei Balkone über einer verlassenen Gasse. Dort warten zwei Menschen auf Antworten, die nie ankamen. Die Laterne erkennt den roten Papierflieger zwischen den Dachrinnen: Er trägt den Brief eines jungen Filmvorführers. Als sie ihn ans richtige Fenster bringt, erwachen die Lichter der Stadt. Der zweite Filmstreifen erzählt von Zuneigung. Im Brief steckt ein Schlüssel zum Schloss – und die Unterschrift des heutigen Archivhüters.
Mit dem Schlüssel öffnet die Laterne das Schloss, in dem der Hüter seine unerzählten Geschichten versteckt hat. Die Turmuhr läuft rückwärts; mit jedem Schlag verstummt ein Zimmer. Gemeinsam mit den überhörten Schlossbewohnern hält sie das Räderwerk an. Zum ersten Mal ertönt wieder ein Lachen. Der dritte Filmstreifen bewahrt Mut und Zusammenhalt. Eine Filmaufnahme zeigt ein Kind, einen Abschied am Meer und die Person, die der Hüter vermisst.
Die Aufnahme wird zum Weg an die Küste. Dort erlebt die Laterne den Abschied des Hüters von seiner liebsten Freundin. Sie versucht, das fortfahrende Boot mit ihrem Licht festzuhalten. Doch die Wellen tragen es weiter. Als sie begreift, dass Erinnern kein Festhalten ist, wird das Meer wieder hörbar. Der vierte Filmstreifen kehrt zurück: Traurigkeit und Mitgefühl. Auf seiner Rückseite steht die Einladung zu einer letzten Vorstellung im Archiv.
Zurück im Archiv fügt die Laterne die vier Stücke zusammen. Der Hüter hält das fünfte noch in der Hand. Er hatte gehofft, ohne Abschied auch ohne Schmerz zu leben. Nun sieht er, dass dabei auch die schönen Erinnerungen verblasst sind. Er gibt den letzten Streifen frei: Freude. Gemeinsam zeigt ihr den ganzen Film. Es wird gelacht, geschwiegen und geweint. Niemand fühlt genau dasselbe. Doch endlich berührt die Geschichte wieder.
FÜR NEUGIERIGE GROSSE
Ich bin Jessica Petz und arbeite ehrenamtlich bei der Zauberlaterne. Mit «Du bist die Regie!» möchte ich Kindern zwischen 8 und 12 Jahren einen spielerischen Zugang zur Sprache des Films eröffnen.
Statt filmische Mittel nur zu erklären, sollen Kinder sie selbst ausprobieren, vergleichen und bewusst einsetzen. Wie entsteht Spannung? Was löst Mitgefühl aus? Und wie erzählt ein Bild?
Diese Website zeigt nur einen frühen Ausschnitt meiner Arbeit. Das eigentliche Spiel entwickle ich selbst im Rahmen meiner Masterarbeit weiter. Die Umsetzung ist mit Unity und Blender angedacht. Ich entwickle die Idee in Zusammenarbeit mit meiner Praxispartnerin Die Zauberlaterne, die das Projekt inhaltlich begleitet.
MIT FILMBEGEISTERUNG VERBUNDEN
Meine Praxispartnerin für die inhaltliche Begleitung.
Ein Filmklub, der Kinder für das Kino begeistert.

Deine Geschichte wartet auf dich.